Abschied

Seit anderthalb Jahren wussten wir, dass dieser Tag kommen würde. Uta muss wegen ihrer Arbeit zurück nach Deutschland. Dazu kam natürlich auch etwas Heimweh und der Wunsch, Kindern und Eltern wieder näher zu sein. Irgendwie hatte ich immer versucht, das zu verdrängen und zwischendurch ein wenig gehofft, dass sie es sich noch anders überlegen würde. Doch spätestens seit ihr Rückflug

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Flamingoschwärme und deutsche Soldaten an der venezolanischen Grenze

Mehr als sieben Monate nachdem wir in Santa Marta ankamen wurde der Lockdown beendet und wir konnten endlich unsere Weiterfahrt planen. Das benötigte Einladungsschreiben einer Marina in Panama hatte ich bereits erhalten, genauso wie die erforderliche „Formalnote“ der deutschen Botschaft in der diese unserer Weiterfahrt eine Fürsprache ausspricht. In Coronazeiten ist eben alles noch komplizierter als sonst ohnehin schon. Um

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Aufregung in Bogotá

Als wir auf die belebte Fußgängerzone im Zentrum von Bogotá einbogen, ahnten wir noch nicht was uns bevorstand. Wir hatten gerade in einem gemütlichen Straßencafé eine kleine Stärkung zu uns genommen und wollten anschließend von der Fußgängerzone in das 2 Kilometer entfernt gelegene Nationalmuseum laufen. Meine Laune war noch immer ein wenig getrübt von unserem Erlebnis am Flughafen Medellín am

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Ein Ausflug der etwas anderen Art

Dienstag, 22.7.2020 Seit dem Lockdown sind die Möglichkeiten, sich frei zu bewegen auch hier erheblich eingeschränkt. Und da wir erst kurz vor dem Inkrafttreten in Kolumbien ankamen, hatten wir bislang auch nur einen mehrtägigen Ausflug in Landesinnere unternommen. Seitdem ist unser einziger Auslauf die Lebensmittelverteilung, die uns ungefähr alle zwei Woche zu den unterschiedlichsten Orten führt. Seit längerem reifte aber

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Ausgangssperre im Paradies

Als Uta und ich im Juli letzten Jahres von Stralsund aufbrachen um drei Jahre lang die Welt zu umsegeln, kannten wir Corona nur als mexikanische Biermarke. In der Süddeutschen Zeitung erschien am 3. Januar eine kurze Nachricht; 10 knappe Zeilen auf Seite X über den Ausbruch einer „nicht identifizierten Lungenkrankheit“ in China. Am 23. Januar erhielt Uta von einer Freundin

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8. Kopenhagen – Vorbildlicher Radverkehr

Der letzte Reiseabschnitt begann mit einer unangenehmen Überraschung. Bislang war DAPHNE auf dieser Tour von Defekten verschont geblieben. An unserem letzten Ankerplatz in den schwedischen Schären passierte es dann: Das Bugstrahlruder gab seinen Geist auf. Da sich diese Manövrierhilfe nur circa 30 Zentimeter unter der Wasseroberfläche befindet, war der Schaden schnell lokalisiert. Die Propeller-Nut in der ein Mitnahmestift der Antriebsachse

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7. Stockholm – Nachhaltiges Bauen

Der Bann ist gebrochen. Nachdem wir zuvor dreimal in Folge beim Versuch, das jeweilige Etappenziel zu erreichen glücklos blieben, schafften wir es in Stockholm direkt im Herzen der Stadt zu landen. Doch dazu später. Zunächst lag die Wunderwelt der finnischen und schwedischen Schären vor uns. Unser Liegeplatznachbar in Hanko gab uns den Tipp nach Kökar zu segeln und dieser Tipp

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3. Klaipeda – Energiepolitik

Nach den beiden Terminen in Polen führt uns die Törnplanung ins Baltikum. Vorher gilt es das russische Staatsgebiet großräumig zu umfahren. Schon bei unseren letzten beiden polnischen Häfen ist zu spüren, dass man sich einer Schengen-Grenze nähert. Waren die Hafenbehörden bislang immer äußerst entspannt, ändert sich dies je näher wir gen Osten fahren. Das jeweilige „Port Traffic Control“ muss frühzeitig

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