

...ist es kurz vor dem Ziel doch noch gelungen, dass Ralf und ich, beide nicht sooo segel-affin, unseren Freund Michael ein winzig-kleines Stück auf seiner Weltumseglung begleiten konnten. Wenn auch nur auf den beinahe letzten Seemeilen, so haben wir doch zugleich ein ideales Männer-Ding daraus gemacht:
Segeltörn statt Motorradtour, das war für mich mal eine ganz andere Erfahrung. Gleich blieben aber unsere Abende, mit gutem Essen und ein paar Drinks, viel Unterhaltungen (und nur einigen Alien-Earth-Elementen), aber alles andere war neu für mich.
Von Amsterdam nach Norderney, teilweise über die Stande Maastroute, fing es bereits in Amsterdam mit der gerade stattfindenden SAIL 2025 und einem tollen zentralen Liegeplatz für Daphne schon sehr atmosphärisch an. Wirklich sehenswert, was da alles auf dem Wasser war und somit eine gute Einstimmung.


Als jemand, der eigentlich keinen Bezug zum Segeln hat, muss ich einräumen, dass wir wirklich stets ein ideales Timing (und etwas Glück) hatten, was dann die Routenplanung mit Blick auf das Wetter anging. Micha war uns zuliebe sehr rücksichtsvoll....
Bei bequemen "Törns" mit div. Ruhetagen, ideal für uns Landratten, habe ich dann auch einen ganz neuen Eindruck von den Niederlanden gewonnen.
Hoorn und Lemmer z.B. haben ausgesprochen gut gefallen; das Treffen in Lemmer mit Ute und Ronny war auch sehr gelungen – wir hatten viel Spaß.


Nach Marker- und Isselmeer sind wir dann in die Staande Mastroute eingeschwenkt.
Von den Kanälen aus betrachtet, wirkte vieles doch recht malerisch; über schöne Landschaftsabschnitte und pittoreske Häuschen bis hin zu imposanten Wassergrundstücken und unzähligen Arten von Dreh-, Schwenk- und Klappbrücken (mein Favorit ist die Slauerhoffbrug) und einem Wasserweg ÜBER der Autobahn, gab es mehr zu sehen, als ich erwartet hatte.


Und meist alles schön entschleunigt, ohne jede Krängung (die wirklich nicht so mein Ding ist)


Etwas anders war es dann beim letzten Abschnitt von Lauwersoog Richtung Norderney. Bei eigentlich idealem Wetter und fast durchgehend um die 5-8 Knoten hatte sich leider mein Magen bemerkbar gemacht; glücklicherweise und dank Superpep kam es nicht zum Äußersten und dafür wir waren bei gutem Wind schneller am Ziel als ursprünglich geplant.


Dank insgesamt ruhiger Gewässer (Gott-sei-Dank), war der ganze Trip doch entspannter, als ich anfänglich befürchtet hatte. Im Rückblick war es sehr moderat und auch wenn Micha uns nicht gebraucht hätte, weiß ich jetzt, was ich als Aushilfskraft in Schleusen und vor Brücken zu tun habe und kann nun sogar 4-5 der gängigen Knoten, nachdem Micha uns einmal zurecht angeföhnt hatte, weil wir die im Vorfeld nicht ausreichend geübt hatten.
Aber nichts geht über learning-by doing


Abschließend muss ich sagen, dass ich mich doch freue, das Erlebnis „Segeln für Dummies“ verbuchen zu können. Mein Dank geht auch nochmal ganz förmlich an Micha, für die Planung, das Beherbergen und das Bekochen und natürlich seine Geduld.


Und in 2026 gibt es dann wieder eine Motorradtour... (Motorrad, Ralf, – nicht Cabrio!)